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DURAN® in der Hobbyküche?

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DURAN® in der Hobbyküche?





Schnell freundet sich auch der Hobbykoch mit den Vorzügen eines Erlenmeyers oder Becherglas aus DURAN® an. Um eine Sauce zu reduzieren, eine Salatsauce vorzubereiten oder einen Brühwürfel aufzulösen. Die glatte Oberfläche vermindert nicht nur das Anbacken oder Anpappen der Speisen, sondern sorgt dafür, dass sich die Gefäße leicht reinigen lassen. Die gute Temperaturwechselbeständigkeit ermöglicht rasches Erwärmen auf Gasflamme, Elektroherd oder in der Mikrowelle und ebenso rasches Abkühlen im Wasser oder Eisbad. Aber aufgepasst! Bei mehr als 100°C Temperaturunterschied gibt es Scherben! In der "Laborküche" oder „molekularen Küche“ wird Lebensmitteln mithilfe von Gelierzutaten, Trockeneis oder Kohlensäure eine fremde Konsistenz verliehen. Sauce wird zum festen Schaum, Saft zu kaviarartigen Kugeln, Olivenöl zu Bonbons - eine Überraschung jagt die nächste, jedes Menü wird zum Erlebnis. Auch hier ist der Erlenmeyer, das Becherglas oder die Petrischale aus DURAN®, ein willkommenes Hilfsmittel. Der Spanier Ferran Adria (Restaurant "El Bulli") ist der bekannteste Vertreter des Molekular-Kochens.
Siehe auch ... (Quelle: Wikipedia.de)

Was ist Glas?
Unter Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt zu verstehen, das erstarrt, ohne zu kristallisieren. Die Grundbestandteile, Netzwerkbildner und Netzwerkwandler, liegen bei den gebräuchlichen Gläsern in Oxidform vor.

Struktur des Glases
Zahlreiche chemische Substanzen haben die Eigenschaft, aus dem schmelzflüssigen Zustand glasig zu erstarren. Die Glasbildung ist abhängig von der Abkühlgeschwindigkeit und setzt zwischen den Atomen oder Atomgruppen bestehende gemischte Bindungsarten voraus.

Was macht DURAN® unentbehrlich für Laboratorien?
Erst die Erfindung von DURAN® (Borosilicatglas 3.3) durch Otto Schott machte es der Chemie möglich, auch in die Grenzbereiche vorzustoßen, die vorher unerreichbar waren. Durch die spezielle Zusammensetzung der DURAN® Bestandteile werden höchstmögliche chemische Resistenz (die chemische Widerstandsfähigkeit von DURAN® übertrifft auch bei langen Einwirkzeiten und bei Temperaturen über 100°C die der meisten Metalle und anderen Werkstoffe), minimale Wärmeausdehnung sowie die hierdurch bedingte hohe Temperaturwechselbeständigkeit erreicht. Dieses optimale physikalische und chemische Verhalten prädestiniert DURAN® für den Einsatz im Laborbereich.

Physikalische Eigenschaften von DURAN® Glas

DURAN® zeichnet sich für das Labor besonders wegen seiner Hitzebeständigkeit aus, im Einzelnen gelten folgende Eigenschaften:

Temperaturbeständigkeit beim Erhitzen und Temperaturwechselbeständigkeit
Die höchstzulässige Gebrauchstemperatur ist 500°C. Ab 525°C beginnt das Glas "weich" zu werden. Das chemisch hoch resistente DURAN® hat auch einen sehr kleinen Ausdehnungskoeffizienten und zeichnet sich durch hohe Temperaturwechselbeständigkeit aus. Diese Beständigkeit übertrifft die des normalen Gebrauchsglases um das Dreifache. Wechsel von heiß nach kalt sind sehr gut durchführbar (bis dT=100K). Der lineare Ausdehnungskoeffizient (20/300°C) beträgt 3,3 * 10-6/K. Das ist so gering, dass kaum Spannungen im Glas entstehen und das Glas z.B. beim Eingießen von kochendem Wasser nicht zerspringt.

Temperaturbeständigkeit beim Einfrieren
DURAN® kann bis zur maximal möglichen negativen Temperatur abgekühlt werden. D.h., DURAN® eignet sich auch bei Verwendung in flüssiger Luft (ca. -192°C). Allgemein wird für DURAN® Produkte der Einsatz bis -70°C empfohlen. Beim Abkühlen und Auftauen muss darauf geachtet werden, dass der Temperaturunterschied nicht größer als 100 °C ist. Beim Einfrieren von Substanzen darf das Behältnis nur max. 3/4 gefüllt werden und muss in Schräglage (45°) eingefroren werden.

Einsatz in der Mikrowelle
DURAN® ist für den Einsatz in der Mikrowelle geeignet

Chemische Eigenschaften
Die chemische Widerstandsfähigkeit von DURAN® übertrifft auch bei langen Einwirkzeiten und bei Temperaturen über 100°C die der meisten Metalle und anderen Werkstoffe. Durch Einwirkung von Wasser und Säuren werden nur geringe Mengen vorwiegend einwertiger Ionen aus dem Glas gelöst. Die sehr dünne, porenarme Kieselgelschicht, die sich dabei auf der Glasoberfläche bildet, hemmt weitere Angriffe. Die Beständigkeit gegen Wasser, neutrale und saure Salzlösungen, starke Säuren und deren Mischungen sowie gegen Chlor, Brom, Jod und organische Substanzen ist sehr hoch. Lediglich Flusssäure, fluoridhaltige Lösungen, wie z.B. Ammoniumfluorid, hoch erhitzte Phosphorsäure und stark alkalische Lösungen greifen mit steigender Konzentration und Temperatur zunehmend die Glasoberfläche an.

Welchen Temperaturschwankungen kann man DURAN® aussetzen?

DURAN® ist sehr stabil gegenüber Temperaturschwankungen, d.h. es hat eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit. Es sollte aber ein Temperaturunterschied von maximal 100°C eingehalten werden. Z.B. kann beim Auftauen von gefrorenen Substanzen in DURAN®-Behältnissen das Auftauen in einem warmen Flüssigkeitsbad geschehen, dessen Temperatur sich aber nicht mehr als um 100°C vom gefrorenen Gut unterscheidet.

Was ist der Unterschied zwischen DURAN®, Boro 3.3, Boro 4.1 und anderen Glasarten?
DURAN® ist ein Borosilicatglas 3.3. Die Bezeichnung 3.3 stellt den linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten α dar. Je geringer dieser ist, desto stabiler ist das Glas gegenüber Temperaturschwankungen. α = 3.3 bedeutet also, dass sich das Glas um 3,3 * 10-6 Längeneinheiten pro Kelvin, in einem Temperaturbereich von 20°C bis 300°C, ausdehnt. Bei großen Ausdehnungskoeffizienten kommt es durch die Temperaturunterschiede beim Erhitzen zu Spannungen im Glas und damit zum Zerspringen.

Mit Sicherheit qualitätsgeprüft
Als Erfinder des Laborglases kann SCHOTT DURAN auf einen langen Zeitraum dokumentierter Messwerte zurückgreifen. Da diese konstant sind, sieht man in ihnen den Maßstab für gleichmäßig zuverlässige Qualität. Die Eigenschaften, die kontinuierlich überprüft werden, sind der lineare Ausdehnungskoeffizient und die verschiedenen Zähigkeitsfixpunkte. DURAN® unterschreitet die international festgelegten Toleranzgrenzen sehr weit. Dadurch wird sichergestellt, dass bei Verschmelzung mit normgerechtem Glas keinerlei Probleme auftreten können.

Garantiert optimal zusammengesetzt
Mit regelmäßigen Analysen während des Produktionsprozesses wird sichergestellt, dass die Zusammensetzung des fertigen Glases den Soll-Werten entspricht. Dies garantiert dem Nutzer qualitativ gleich bleibendes DURAN® im Labor. Denn die chemische Beständigkeit des Glases - insbesondere die hydrolytische Resistenz - steht in einem engen Zusammenhang mit dieser stets eingehaltenen optimalen Zusammensetzung.

Automatisierte Fertigung auf höchstem Niveau Aufgrund eines ständigen technischen Optimierungs- und Entwicklungsprozesses ist es heute möglich, Artikelgrößen vollautomatisch zu fertigen, die vor Jahren nur durch Glasmacher im Mundblas- oder Handpressverfahren herstellbar waren. Die Bedienung erfolgt durch erfahrenes und bestgeschultes Maschinenpersonal. Artikel mit einem hohen Qualitätslevel sowie eine kleinstmögliche Streuung aller Maße innerhalb ständig reduzierter Toleranzgrenzen sind das Ergebnis dieser Automatisierung.

Rohstoffaufbereitung
Der Bezug gleich bleibend hoher Rohstoff-Qualität und ihre präzise Überwachung haben ihren Preis. Beides garantiert eine optimale DURAN® Qualität für den Kunden. Alle Rohstoffe werden qualitativ untersucht. Erst wenn die Eingangskontrolle eine Lieferung freigibt, wird sie zum Gemengesatz verwendet. Die Zubereitung des Gemenges geschieht vollautomatisch mit Hilfe genauester Waagen und automatisch gesteuerter Transport- und Mischvorrichtungen. Nach Zumischung eines schmelzerleichternden Anteils reiner DURAN® Scherben werden Gemenge und Scherben über ein Silo in die Dauerschmelzwannen geleitet.
Siehe auch...

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